steg

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seit knapp 100 jahren

steht ein haus an einem see in mecklenburg, seit kurzem im naturpark nossentiner-schwinzer-heide, und seit knapp hundert jahren gehört zu diesem haus ein steg aus holz, der einige meter in den see hineinragt, zum festmachen eines bootes oder auch nur zum draufsitzen. immer leben leute in diesem haus, die den steg benutzen, seit knapp dreissig jahren die jetzigen bewohner. der steg kommt in die jahre, wird morsch und soll erneuert werden beschliessen diese und erneuern. is´ja ihr steg und war schon immer da. es wird ein schöner steg, der nicht wirklich grösser als der alte wie eh und jeh einige meter zum festmachen eines bootes oder zum nur drauf sitzen in den see hineiragt. dann bekommen die stegbesitzer und -erneuerer einen brief von der unteren naturschutzbehörde des landes mecklenburg-vorpommern in dem sie darauf hingewiesen werden, dass stegmodernisierungen einer genehmigung eben dieser behörde bedürfen und werden auf grund der nicht vorhandenen selben aufgefordert, ihren steg zurückzubauen: er soll weg! den ursprungszustand wiederherzustellen ist nicht möglich, und deshalb soll er ganz weg! fernerkundungsexperten haben die massive veränderung des erscheinungsbildes des sees per satellit (!) festgestellt und kommen nach protest der stegbenutzer zu einer vor-ort-begehung vorbei um zu bekräftigen, was sie schon in ihrem brief angeordnet haben: weg mit dem steg!
“der schilfgürtel des sees wird durch den steg massiv unterbrochen und kann seine funktion als brutplatz für vögel und einstand für fische nicht mehr erfüllen”
kommt der steg weg, wächst der schilfgürtel zu und wie an so vielen seen in mecklenburg wird der zugang zum wasser unmöglich gemacht und der see ein fall für googleearth (nur noch aus der luft zu erkennen).
quelle: gespräch mit den stegbenutzern

 

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