bahnal

weltoffen

ein augenmerk

gilt dem regionalen schienenweg.
in kindertagen und auch noch danach viel auf ihm unterwegs gewesen fotografiere ich oft, was von ihm noch übrig ist.

schienenstränge durchzogen einst das land wie adern, versorgend und befördernd, sinnvoll und erschwinglich. dann kam die neue zeit und sie wurden unrentabel und mussten getilgt werden. hat mercedes gesagt. und alle ham´s geglaubt und freu´n sich darüber, im stau stehen zu dürfen.

…und wenn ich dann noch an die in fast jedem bahnhof vorhandenen mitropa-restaurationen und die exklusiven urinale zurückdenke wird mir fast schwer ums herz…
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eisenbahn war schon immer etwas ziemlich spezielles und ist es auch heute noch. für die einen grund ständigen fluchens, für die anderen faszination; für den einen oder anderen und mich auch der broterwerb: 1987 begann ich meine lehre zum lokführer im bahnbetriebswerk wismar, 1989 wurde ich unehrenhaft entlassen weil es für jeden lokführer selbstverständlich war, drei jahre in der armee des volkes zu dienen, nur für mich nicht, wurde beschlossen…
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fast 30 jahre später hat die ostdeutsche eisenbahngesellschaft in ihren fahrzeugen “warum fahren sie diesen zug nicht selbst?” gefragt und damit meine mutter inspiriert, mich zu nerven…
danke mama!
jetzt mach ich das!
seit dem 28. november 2018 bin ich lokführer! in wismar!
kreise schliessen sich…
und mütter sind grossartig!!!
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und das gefühl, als ich zum ersten mal ‘allein’ mit meinem zug in den bahnhof wismar eingefahren bin….
das bleibt für immer!

 

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