equipment

die fotoausruestung

…ist eher bescheiden, aber als gelernter ossi habe ich mir zueigen gemacht, aus vorhandenen mitteln das beste rausholen zu (müssen) wollen:

eos 450 und 700d
tamron 18-250
zwischenringe canon automatik 13, 21, 31mm
zwischenringe canon manuell 13, 21, 31mm
2x zwischenringe praktica b 13, 21, 31mm
zwischenringe m42 ?mm
m42-canon-adapter
praktica b-canon-adapter
pentacon 2,8 135 m42
pentacon 2,8 135 praktica b
meyer-görlitz orestor 2,8 100mm
nonamestativ
noname einbeinstativ
pentacon balgen
praktica b balgen
2 dörr slaves
praktica polfilter
metz sca 3000
praktica b220

ja so ist das.

und dann sitze ich wieder am baggersee und freue mich an seinem leben, an den gänsen päärchenweise geruhsam vorm schilf und ihren artgenossen auf sandbänken gefieder putzend. enten elstern haubentaucher…malen auch mit an diesem bild. kraniche rufen von oben grus grus dazwischen…viele 50meter von mir entfernt.
und die reiher sind in stänkerlaune und ärgern alle anderen mit frechen schnäbeln und flugattacken. jedenfalls einige, wohl jungs. andere posen vor den mädels, die sie aber noch nicht so richtig wollen…und sie verjagen: auf sie zulaufend, kopf gesenkt, flügel schlagend. und die jungs tun so, als ob nichts wäre und stänkern mit den gänsen: kopf gesenkt, flügel schlagend auf sie zulaufend. die gänse entgegnen lautstark, lassen den reihern aber das feld. sieht aus wie verständnisvolles mitleid – die gänse haben ihre mädels schon.
ein grosser ganter steht auf einer sandbank und träumt ins schilf. zwei kleinere schleichen von hinten an ihn heran, lautlos mit gesenktem kopf. erst ganz knapp bevor sie bei ihm sind entdeckt er die beiden und das ganze scheint zu explodieren: laut schreiend steigen die drei in die luft und jagen sich über den see. und alle anderen feuern sie an. ein herrlicher krawall. blässhühner und enten schrecken auf und brüllen und jagen mit. viel wasser schlägt in die luft und taucht in den see zurück.
nach zwei runden landen alle wieder so ziemlich da, wo sie gestartet sind rauschend zu einer kurzen pause vor den nächsten stänkereien…
nur einer macht nicht mit: der alte graue reiher, der immer am besten platz scheinbar unbeteiligt und respektvoll unbelästigt völlig regungslos nichtstut. nichtmal fische fängt er – er steht einfach nur da, immer an der selben stelle und immer in die selbe richtung den kopf zwischen die schultern gesenkt.

der alte graue bewegt sich nie (AV)der reihermann gibt an (AV)die reiherfrau will noch nicht (AV)der alte graue steht immer nur da (AV)

und dann bin ich immer ein klein wenig traurig, dass das familienbudget nicht mehr platz fürs hobby lässt. und stelle mir gerne vor, wie ich hinter einer grossen kamera mit langem objektiv auf stabilem gestell diese szenerie in scharfen bildern und grossem massstab festhalte, mit ganz kurzer verschlusszeit und riesiger blende… und mit einer kamera, die mit hohen isozahlen rauschfreie ergebnisse liefert…
aber auch frage ich mich, ob ich mit solch grossen materiellen werten ohne angst vor habgierigen miesen mitmenschen so unbeschwert wie jetzt erleben würde.

und so sitze ich denn weiterhin am baggersee und mache fotos, von denen ich schon vorher weiss, dass sie meinen ansprüchen niemals genügen werden…und freue mich am alten grauen reiher und all den anderen…
…und auch, dass ich gelernt habe, aus dem was da ist, das beste rauszuholen, oder besser: in dem was ist, das schöne zu erkennen.

…aber probieren würde ich das mit der teuren technik trotzdem gerne…

schwanse (AV)

 

Ein Gedanke zu „equipment

  1. Das Equipment ist nicht enscheidend,sondern der Blick der auf das Motiv geht. Dieser Blick eines Menschen,der auszog,die Welt zu betrachten,der versucht sie darzustellen,wie er sie sieht. Da gibt es Aussenstehende,die betrachte diese Bilder,sagen: “….was soll daran besonders sein? Solche Bilder kann ich auch machen!” … Sie machen aber nicht….weil der Blick fehlt. Dies ist der Unterschied.

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